Staubsauger sind viel gebrauchte Geräte im Haushalt. Sie sind vielfältig in der Bauweise von Hand- über Stand- zu Bodensaugern, mit oder ohne Beutel und mit Netzkabel oder Akku. Sie sind sparsamer geworden, seit die EU die Leistung auf 900 Watt begrenzt hat, so auch die Meinungen der Nutzer. Dazu kommen mittlerweile Saug- und Wischroboter mit großem Aktionsradius.
Sie leisten viel auf Harböden und meist weiniger auf dem Teppich. Die Größe der Wohnung entscheidet bei der Auswahl des Staubsaugers. Im Angebot sind:

  • Stand- und Bodenstaubsauger
  • Handstaubsauger
  • Akkustaubsauger
  • Wischsauger
  • Roboterstaubsauger

Akku gegen Kabel

Seit Jahren pusten Akkusauger den angestaubten Markt durch. Die Fragen bleiben: Welche Vorteile hat das? Hält der Akku lange genug. Saugen sie genauso gut wie die Klassiker?
Ein großer Raum, in dem wenig herumsteht, ist für ein kabelgebundenes Gerät ideal. Steht der Raum recht voll, ist der Akkusauger praktischer.
Viele Akkugeräte und die meisten Kabelsauger halten den Staubpartikel fest in dem Filter. Ungünstig für Allergiker sind Modelle mit Staubbox. Bei Akkusaugern ist eine kleine Box mit 0,5 Litern schnell voll und wird oft geleert. Das wirbelt Staubpartikel auf. Beutel lassen sich bequem entnehmen und entsorgen. Besonders ist der Kärcher mit Kabel, der die Staubpartikel mit Wasser in der Box bindet. Leider ist das Entleeren unhygienisch. Die Laufzeit der Akkusauger beträgt bis zu 60 Minuten.

Wer ist wo im Vorteil?

Auf Treppen Punkten die wendigen und leichten Akkusauger. Treppensaugen ist mit den Klassikern mühsam. Sie sind schwer, stehen wackelig oder lassen sich nicht manövrieren. Die Akkusauger bieten mehr Komfort auf Treppen. Die meisten lassen sich mit ihrem Zubehör zum handlichen Kleinsauger umbauen.

Sauber können beide. Beide Arten saugen auch Tierhaare problemlos, vor allem mit Elektrodüsen und rotierenden Bürsten, mit denen Akkusauger meist ausgestattet sind. Grundsätzlich sind die Akkugeräte flexibler und bieten mehr Freiheit, die Grenzen liegen nur in der Akkulaufzeit. Viele sind allerdings unangenehm in der Lautstärke.
Die Stiftung Warentest sieht bei den Akkusaugern die Geräte von Bosch, Vorwerk und Dyson vorn bei den kabelgebundenen ist ein AEG-Sauger mit Box mit „Gut“ vorn. Gut saugen geht also mit und ohne Kabel. Praktisch ist auch ein Zweitakku.

Wie groß ist die zu saugende Fläche?

Je nach Wohnungsgröße ist der Griff sinnvoll zum

  • Standstaubsauger
  • Bodenstaubsauger oder
  • Saugroboter

Der Standstaubsauger ist ideal auf kleinen Wohnflächen und mobilen Einsätzen im Haus. Die Geräte säubern übersichtliche Flächen und sind leicht zu transportieren. In Haushalten mit Tieren und Kindern sind sie als Zweitgerät sinnvoll, weil sie zügig punktuelle Verschmutzungen entfernen.

Bodensauger leisten mehr und haben größeres Fassungsvermögen. Ihre flache Düsen passen besser unter Möbelstücke. Bodensauger besitzen breite, multifunktionale Düsen. Die Kabellänge von 9 bis 12 m ist für alle Ecken im Raum praktisch. Sie sind die Premiumklasse der Hersteller für mittlere und große Wohnflächen. Die meisten nehmen 2 bis 4 l Schmutz auf.

Saugroboter machen große Wohnküchen automatisch sauber. Sie laufen bis zu zwei Stunden, danach laden sie sich an der Ladestation auf. Die Behälter fassen unter einem Liter. Im Sparmodus laufen sie bis zu 90 Minuten, gut um 120 qm zu reinigen.

Staubsauger-Roboter ergänzen den Sauger

Sie sind sehr emsige Freunde und saugen allein zu Hause. Der aktuelle Staubsauger-Roboter Test von der Stiftung Warentest sah den Vorwerk wie vor zwei Jahren. Ein iRobot Roomba folgte dahinter. Im Alltag in möblierten Räumen haben Saugroboter es nicht einfach, flache Schwellen oder Kanten vom Teppich und Elektrokabel zu überwinden und flächendeckend zu saugen. Dabei sollen sie Teppiche und Böden von Krümeln und Staub säubern. Die Sauger brauchen keine Aufsicht. Aufgeräumte Böden erleichtern ihre Fahrt. Sie finden allein zur Ladestation.

Welche Bodentypen sind zu reinigen?

Die Leistung auf Teppichböden ist auch bei Staubsaugern bekannter Hersteller meist Mittelmaß. Ein Wohnbereich mit viel Teppichen braucht ein Modell mit Elektrobürste für die besten Ergebnisse. Sie löst, von einem Motor angetrieben, den festsitzenden Schmutztief aus dem Teppich.

Geräte mit festen Unterbodenrollen arbeiten ideal auf Hartböden. Die umschaltbare Rollendüse ist Grundausstattung der Bodensauger. Ein ausfahrbarer Bürstenkranz schützt die Hartböden vor Kratzern. Es gibt spezielle Parkettdüsen mit weichen Einlagen, die empfindliche Holzböden schonen.

Sauger mit oder ohne Beutel?

Klassische Bodensauger sammeln alles im Staubbeutel. Sie besitzen die Vorteile:

  • günstig bei der Anschaffung
  • hygienische Handhabung
  • geeignet für starke Allergiker

Nachteile:
Staubbeutel haben ihren Preis und kosten auf Dauer viel Geld. Sie belasten die Umwelt, die Saugkraft lässt mit den Jahren nach. Bei viel Schmutz sind beutellose Modelle geeigneter.

Beutellose Sauger bringen den Staub durch Zyklon-Technologie in einen Behälter. Sie haben folgende Vorteile:

  • gleichbleibende Saugkraft
  • einfache Bedienung
  • keine Folgekosten

Nachteile:
Sie sind vom Preis teurer als der klassische Bodensauger. Außerdem sind sie für Allergiker eingeschränkt geeignet, wegen der Staubentwicklung beim Entleeren. Nutzer empfinden ebenfalls die Lautstärke als unangenehm.

Beispiele von gut bewerteten Modellen und die Meinungen im Test

Bosch

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten folgenden Modelle:
Die Serie Bosch Relaxx’x hat sparsame Bodenstaubsauger mit Box. Sie Geräte sind ausgestattet mit einem starken HiSpin-Motor. Ihre High-Performance-Düse rienigt Mischböden effektiv. Der Bosch BGS5331 Relaxx’x ProSilence wurde von der Stiftung Warentest mit 1,9 (gut) bewertet. Er punktet mit sauberen Böden sowie einfacher Bedienung und ist mit der Lautstärke im Betrieb von 66 dB äußerst leise. Der HEPA Filter behält kleinste Staubpartikel, sodass er sich für Allergiker eignet.

Staubsauger mit Staubbeutel hat Bosch in den Serien Pro und Move. Der Perfectionist ProSilence BGL8334 säubert Hartböden äußerst gut und eignet sich mit seinem Fassungsvermögen von 5 l für einen großen Aktionsradius. Er ist im Betrieb leise mit 59 dB und hat einen integrierten und waschbaren HEPA Filter

Miele

Die Blizzard-Serie von Miele erreicht mit Box beste Ergebnissen bei harten und weichen Böden. Mit integrierter Vortex-Technologie und EcoTeQ-Plus-Düse entfernt er starke Verschmutzungen schnell und löst selbst festsitzende Tierhaare einfach von Teppichen.

Der SKCP3 aus der Blizzard CX1 Excellence EcoLine hat zusätzlich einen HEPA-Filter, der Allergene optimal zurück hält und die Ausblasluft sauber auslässt. Besonders: Der Filter reinigt sich automatisch. Die Sauger mit 2-l-Box sind optimal für den täglichen Gebrauch. Der kostenintensive Kauf von Staubbeuteln entfällt. Der Behälter ist per Knopfdruck zu entleeren.
Geräte mit

Miele Bodensauger mit Staubbeutel haben das Miele-AirClean-Filtersystem. Sie lassen sich ausrüsten mit automatisch schließenden Beuteln, die Staub und Schmutz bestmöglich zurückhalten.

Die Serie Complete C3 gibt es in EcoLine und PowerLine. Die EcoLine empfiehlt sich für den häufigen, stromsparenden Einsatz. Die Geräte fassen 4,5 l Schmutz und haben einen Aktionsradius von 10 m für mittelgroße bis große Wohnflächen.
Der beste Bodenstaubsauger mit Staubbeutel war der SGSK3 aus der Complete C3 Serie. Er erhielt von Stiftung Warentest (02/2021) die Gesamtnote 2,0. Er überzeugt bei harten und weichen Böden, hat eine solidr Saugkraft und hervorragendes Staubrückhaltevermögen. Außerdem ist er leise und sparsam.

AEG

Im Test bewertete die Stiftung Warentest (02/2020) den AEG VX7-2-IW-S mit der Note 2,1 (gut). Er ist mit Beutel effizient und leise und hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Handlich: Der AEG QX8-1-45CR mit Akku ist handlich und zeigt eine sehr gute Leistung selbst mit weniger Stromaufnahme in Watt. Er holt auch zuverlässig den Staub aus Spalten. Sein Akku ist ausdauernd. Er lässt sich schnell aufladen.

Automatisch: Der Saugroboter RX9-1-IBM von AEG ist mit 2,7 kg leicht und reinigt gründlich. Im Test bekam er von der Stiftung Warentest (03/2019) die Gesamtnote 2,5 (gut).

Fazit und Preis

Die Kosten für Staubsauger sind von der Bauart, der Saugtechnologie sowie der Verarbeitung ab. Die Geräte sind nach Meinungen und Fakten der Tester besser in der Leistung und sparsamer in der Stromaufnahme in Watt geworden. Klassische Bodenstaubsauger mit Beutel sowie einfache Handsauger gibt es bereits unter 50 €. Gute Staubsauger, die mehrjährige Einsätze können, kosten zwischen 70 und 100 €. Spezialisten für Tierbesitzer und Allergiker sind teurer. Saugroboter kosten von unter 100 € bis 1.200 €.